Moog erhält von HelpMeSee den Auftrag für die Entwicklung eines zukunftsweisenden Virtual-Reality-Augenoperationssimulators

Im weltweiten Kampf gegen die Erblindung durch den Grauen Star werden Augenoperationen künftig so sicher wie das Fliegen

23 April 2013

East Aurora, NY, USA, 23. April 2013 - HelpMeSee hat dank seiner erfolgreichen Erprobung chirurgischer Virtual-Reality-Trainingssimulatoren einen wichtigen Meilenstein in der medizinischen Simulation erreicht.

 Dieser Erfolg hat HelpMeSee veranlasst, Moog für einen Kooperationsvertrag zur Entwicklung und Herstellung eines realitätsgetreuen Virtual-Reality-Augenoperationssimulators und Lernsoftware-Modells zur Kompetenzerweiterung der Kataraktchirurgen auszuwählen, die es den Medizinern ermöglicht, anspruchsvolle und umfangreiche Operationen durchzuführen, die weltweit Millionen Patienten das Augenlicht retten sollen. Die Moog Industrial Group, ein Geschäftsbereich der Moog Inc. (NYSE: MOG.A and MOG.B), entwickelt und produziert leistungsfähige Antriebslösungen für unterschiedliche Industrieanwendungen, darunter Simulationsgeräte zur Ausbildung von Piloten sowie Simulatoren, die in der Medizin und Zahnheilkunde eingesetzt werden. 

HelpMeSee ist eine weltweite Kampagne im Kampf gegen die durch den Grauen Star bedingte Erblindung in den Entwicklungsländern. Mit Hilfe von kooperierenden Chirurgen vor Ort ermöglicht HelpMeSee Millionen Menschen, die die hohen Kosten nicht aufbringen können, eine Operation zur Rettung ihres Augenlichts. Das als Manual small incision cataract surgery (Manuelle Katarakt-Kleinschnittchirurgie, MSICS) bekannte Verfahren ist schneller und kosteneffektiver als die in Entwicklungsländern praktizierte kostspielige Kataraktoperation und das visuelle Ergebnis kann sich sehen lassen. 2030 wird ein voraussichtlicher Bedarf an 30.000 zusätzlichen MSIC-Chirurgen erwartet, damit alle auftretenden Fälle von Erblindung durch Grauen Star behandelt werden können. Ausgehend von umfangreichen Erfahrungen mit dem Training in Flugsimulatoren hat HelpMeSee einen Virtual-Reality-Operationssimulator und ein Trainingsprogramm zur weltweiten Nutzung auf die Beine gestellt und leistet damit Pionierarbeit. 

HelpMeSee-Mitbegründer Al Ueltschi ist der Gründer von FlightSafety International, der weltweit größten Flugschule, und gilt als Pionier in der Flugsicherheit und simulatorgestützten Pilotenausbildung. Ueltschi hatte die Idee gehabt, die Grundlagen der Flugausbildung zur Entwicklung eines realitätsgetreuen Virtual-Reality-Operationssimulators und geeigneter Lernsoftware zur Ausbildung der Chirurgen vor Ort zu nutzen. Seine Aufmerksamkeit richtete sich auf den Grauen Star, weil er bei der Nutzung der Haptik in der virtuellen Realität die größtmögliche Wirkung erzielen wollte. 

Nach einem Ausschreibungsverfahren hatte sich HelpMeSee für die Moog Industrial Group aufgrund der Qualität ihrer Haptik Technologie und ihrer Kompetenz in der Antriebstechnik entschieden. Haptik ist die Wissenschaft von der Schaffung eines präzisen Tastsinns für den Benutzer einer virtuellen Umgebung. Moog übernimmt eine entscheidende Rolle in der Definition und Schaffung der virtuellen Umgebung, in der die Chirurgen während ihrer Ausbildung das Know-how für den Einsatz der Haptik in der Kleinschnittchirurgie erwerben. Auch die Firmen InSimo und SenseGraphics, die von Moog als Zulieferer zu diesem Projekt gewonnen werden konnten, leisten ihren Beitrag zum Simulationskonzept. Sinn und Zweck des Augenoperationssimulators ist es, eine realistische Umgebung für auszubildende Mediziner zu schaffen, in der sie am Rahmen unterschiedlicher Szenarien – und dazu zählen auch Komplikationen - Operationen praktizieren und Know-how erwerben. Alle Objekte und Teile des Auges reagieren unter Simulatorbedingungen auf physischen Druck genauso wie ihre echten Vorbilder. Der hohe Empfindlichkeitsgrad ist erforderlich, damit der in MSICS auszubildende Mediziner im Operationsverlauf die korrekte Motorik entwickelt. Auf diese Weise trägt die realistische Haptik entscheidend zum präzisen Tastsinn bei, den die auszubildenden Mediziner in allen Phasen der Operation benötigen.

 Seán Gartland, Präsident der Moog Industrial Group, äußerte sich dazu wie folgt:„Dieses Projekt bietet HelpMeSee und Moog eine großartige Gelegenheit, ihr ausgereiftes und äußerst komplementäres Know-how zu kombinieren. Wir bringen unsere umfassenden technischen Fähigkeiten ins Spiel und liefern Simulationssysteme und ein anspruchsvolles haptisches Force Feedback. Unsere langjährige Kompetenz und erfolgsgekrönte Lieferung von Flugsimulatoren hat zu einer Leistungsfähigkeit, Genauigkeit und Zuverlässigkeit auf ungeahntem Niveau geführt. In jüngster Zeit hat unser Know-how bei der Entwicklung des Simodont Dental Trainer die zunehmende Bedeutung bestätigt, die die Haptik in der medizinischen Simulation spielen kann und wir unterstützen voller Spannung alle Anstrengungen, die zum Wachstum dieser Branche beitragen. Wir sind stolz darauf, dass wir die Kampagne HelpMeSee und ihren guten Zweck unterstützen dürfen.” 

James Ueltschi, Vorstandsvorsitzender und Mitgründer von HelpMeSee, erklärt dazu:„Bei FlightSafety International konnten wir uns davon überzeugen, dass Simulatoren zur Ausbildung von Tausenden von Piloten im Jahr genutzt werden können. Wir sind felsenfest davon überzeugt, dass davon auch Kataraktchirurgen profitieren können. Wir sind sicher, dass wir dieses Problem lösen können.” 

Schnellere und effizientere Ausbildung bei geringeren Kosten 

Zwischen der simulatorgestützten Ausbildung und der herkömmlichen Ausbildung in der Augenheilkunde liegen Welten. In der bisherigen Ausbildungspraxis mangelt es an realistischen Augenoperationsszenarien. Der Simulator bietet in der Praxis einen unerschöpflichen Vorrat an menschlichen Augen. Der auszubildende Mediziner erhält unbegrenzte Praxismöglichkeiten unter Einschluss sämtlicher Vorerkrankungen und Komplikationen und ohne Risiko für die Patienten. Dank des Simulators wird der angehende Kataraktspezialist in der Lage sein, Tausende virtueller Operationen durchzuführen, bevor er seinen ersten wirklichen Patienten operiert. 

HelpMeSee-Präsident und -CEO Mohan Thazhathu erklärt dazu:„HelpMeSee hat sich den idealen Partner zur Entwicklung dieses zukunftsweisenden Augenoperationssimulators ausgesucht. Ganz im Sinne von HelpMeSee ist es von herausragender Bedeutung, anspruchsvolle Kataraktoperationen zu ermöglichen und die Erblindung durch den Grauen Star auszurotten. Gut ausgebildete Kataraktchirurgen sind die unerlässliche Grundlage, damit jeder Patient auf höchstem Niveau behandelt werden kann.”

Glenn Strauss, Chirurg und Augenarzt, begutachtet den Prototyp des HelpMeSee MSICS Augenoperationssimulators von Moog. (Mit freundlicher Genehmigung von HelpMeSee, MGPR1302)

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Über Moog Industrial

Der Geschäftsbereich Moog Industrial entwickelt und produziert hochleistungsfähige elektrische, hydraulische und hybride Antriebslösungen für verschiedene industrielle Anwendungen. Moog Experten helfen Unternehmen aus den Gebieten Metallumformung, Kunststoffverarbeitung, Energieerzeugung (u.a. Windenergieanlagen), Test und Simulation, Maschinen der nächsten Generation zu entwickeln. Moog Industrial erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von 591 Mio. USD an den über 40 Standorten weltweit. Moog Industrial ist ein Geschäftsbereich der Moog Inc. (NYSE: MOG.A und MOG.B), deren Umsatz 2,65 Mrd. USD in 2014 betrug.